Ja, ja, diese Nerds. Scheiß auf Urheberrecht, nehmt uns Blogger ernst-Gejammer und hastenichgesehen, aber wenn dann einer mal an ihren Baum pinkelt ist Holland in Not.

Ich bekenne mich zu Gunter Gabriel und sage: Weder ist Radiohead solch ein Heiligtum, dass sie nicht gecovert werden dürften, noch sehe ich irgendeinen deutschen Musiker außer Gunter Gabriel, der prädestinierter gewesen wäre, Creep zu covern und neuzuinterpretieren. Wie ich schon bei Nils Heinrich auf Facebook sagte: Ich finde die Version nicht nur gut sondern aus der Historie von Gunter Gabriel heraus sogar unglaublich angemessen. Wer sich auch nur im Ansatz mit der Karriere und Lebensgeschichte dieses Musikers beschäftigt hat, weiß, dass der Vergleich deutscher Johnny Cash zwar vermessen aber nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Dieser Mann weiß wovon er singt. Er hat mehr erlebt, als diese ganzen Radiohead-Ultras jemals auf D-Max bei den Ludolfs sehen werden.

Oder anders: Viele, die Johnny Cash heuer einen Gottstatus zubilligen sind doch selbst erst mit seinen American Recordings auf ihn aufmerksam geworden. Und wer Gunter Gabriel auf Hey Boss, ich brauch mehr Geld und seine Schrottplatzwohnzeit reduziert und ihm deshalb die Qualifikation (sic!) abredet (sic!), Radiohead covern zu dürfen (sic!!!), disqualifiziert sich ohnehin selbst für jegliche vernünftige Diskussion. Die Internet-Nerderei ist mal wieder so bigott wie sie peinlich ist.

Hier ist sie, die wunderbare Neuinterpretation von Creep von Gunter Gabriel (via, via):

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